Erfassung der Lernstrategie Hilfesuche im Biologieunterricht

Autor/innen

  • Christiane Hüfner Städtisches Gymnasium Mittweida
  • Ricarda Corinna Isaak Universität Bielefeld
  • Matthias Wilde Universität Bielefeld

DOI:

https://doi.org/10.11576/dimawe-4345

Schlagworte:

Lernstrategien, Hilfesuche, Dokumentation, Biologieunterricht

Abstract

Bisherige empirische Studien untersuchten die Lernstrategie Hilfesuche wenig differenziert. In diesen Studien wurden z.B. nicht die Art der Hilfe und der Erfolg des Hilfesuchens erhoben. Insbesondere für den Biologieunterricht könnte diese Lernstrategie eine wichtige Rolle spielen, z.B. im Rahmen des forschend-entwickelnden Unterrichtsverfahrens. In der vorliegenden Pilotierung soll ein Instrument zur Dokumentation der Lernstrategie Hilfesuche (Hilfesuchkarten) vorgestellt werden, das diese Strategie im Biologieunterricht genauer erfasst. Innerhalb der qualitativen Studie wurde bei 75 Schüler*innen (= 11.27; SD = .50 Jahre; 57,3 % weiblich) der sechsten Jahrgangsstufe die Lernstrategie Hilfesuche über eine dreiwöchige Unterrichtsreihe zum Thema Samenpflanzen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Qualität (z.B. Art der Probleme) und die Quantität (Anzahl der eingesetzten Hilfekarten) der Hilfesuche durch die Hilfesuchkarten erhoben werden konnten. Es wurde insgesamt eine geringe Anzahl von Hilfesuchkarten von Schüler*innen verwendet. Ein Grund dafür könnte u.a. in Hemmschwellen, wie z.B. dem Schamgefühl, von Lernenden liegen. Mögliche Modifizierungen des Instruments werden daraufhin diskutiert.

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Veröffentlicht

2021-04-27

Ausgabe

Rubrik

Zum Nachdenken. Reflexion über Konzepte, Material und Befunde