Die Materialwerkstatt. Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht. https://www.dimawe.de/index.php/dimawe <p>Die Zeitschrift "Die Materialwerkstatt" ist ein Ort für den interdisziplinären und phasenübergreifenden Austausch von und über Materialien für Hochschullehre in der Lehrer*innenbildung, die Fortbildung von Lehrpersonen und den Schulunterricht.</p> Universität Bielefeld - Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg & Bielefeld School of Education de-DE Die Materialwerkstatt. Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht. 2629-5598 Fachliche Reflexionen im Geschichtsstudium durch Portfolioarbeit fördern? https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5870 <p>Der Beitrag stellt theoretische Grundlagen und die Konzeption des Portfolios für Geschichtsstudierende an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Praxissemester vor. Ein Schwerpunkt der Portfolioarbeit liegt bei fachspezifischen Reflexionen, bei denen die Studierenden gezielt geschichtsdidaktisches Handeln in und vor der Praxis reflektieren sollen. Dies kann zum Beispiel die konkrete Umsetzung fachdidaktischer Grundprinzipien wie Multiperspektivität oder Problemorientierung im Geschichtsunterricht betreffen, ebenso jedoch Fragen der Diagnostik, z.B. bezogen auf fachspezifische Kompetenzen, und nicht zuletzt auch Fragen, welche die eigene Rolle als Geschichtslehrkraft betreffen (etwa: „Wie vermittle ich meinen Schüler*innen den Konstruktcharakter von Geschichte?“). Es geht also um die Anwendung der geschichtsdidaktischen Kenntnisse in Hinblick auf konkrete, subjektiv bedeutsame Leitfragen der Studierenden, die sich in Bezug auf das Praxissemester ergeben, und somit auch um den fachdidaktischen Professionalisierungsprozess der Studierenden als Lehrkräfte, der durch Portfolioarbeit unterstützt werden soll.</p> Sebastian Barsch Anna Lienau Copyright (c) 2022 Sebastian Barsch, Anna Lienau https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 28 39 10.11576/dimawe-5870 Fachdidaktische Impulse für die Portfolioarbeit in der universitären Lehrer*innenbildung https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5848 <p>In diesem Editorial zum Themenheft „Portfolioarbeit <em>out of the box</em> – Einblicke in fachdidaktische Lehrkonzepte und hochschuldidaktische Materialien“ wird zunächst der Entstehungshintergrund des Heftes erläutert. So wurden im kollegialen Austausch einer Bielefelder Arbeitsgruppe die unterschiedlichsten Zugänge zu Portfolioarbeit in der universitären Lehrer*innenbildung deutlich. Das Themenheft soll daran anknüpfend verschiedene fachdidaktische (und erziehungswissenschaftliche) Perspektiven zusammenführen und stellt konkrete Lehrmaterialien zur Nachnutzung zur Verfügung. Das Editorial bietet schließlich einen Überblick über die acht Beiträge des Heftes.</p> Andreas Heye Lukas Janczik Julia Schweitzer Copyright (c) 2022 Andreas Heye, Lukas Janczik, Julia Schweitzer https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 1 7 10.11576/dimawe-5848 Reflexiv lehren und lernen https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5800 <p>Um Portfolioarbeit über bekannte Denkpfade hinaus zu denken, bedarf es einer kritischen und experimentellen Haltung. Anknüpfend an die didaktische Konzeption des Künstlerisch-Experimentellen Prozessportfolios (KEPP) gibt dieser Beitrag Einblick in die Lehrpraxis Fachdidaktik Kunst. Ziel ist es, nachhaltige und reflexive Formen des Lehrens und Lernens in kollaborativen Aufzeichnungs- und Portfoliopraxen sichtbar zu machen.</p> Christina Inthoff Copyright (c) 2022 Christina Inthoff https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 49 59 10.11576/dimawe-5800 Im Spannungsfeld zwischen subjektiven Erwartungen und objektiven Anforderungen https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5527 <p>Das vorgestellte Material soll Lehramtsstudierende im Fach Musik darin unterstützen, ihre berufliche Rollenentwicklung aktiv zu gestalten und den eigenen Entwicklungsprozess bewusst nachzuvollziehen. Dazu wird mit dem Ansatz der Entwicklungsaufgaben (in Anlehnung an Hericks &amp; Keller-Schneider, 2011) gearbeitet, in dem Entwicklungsaufgaben als subjektive Deutung objektiver Anforderungen betrachtet werden. Das Material besteht aus einer schematischen Darstellung dieses Ansatzes, die zur Reflexion des berufsbiografischen Prozesses in der Masterpraxisphase des Musikerziehungsstudiums eingesetzt wird. Die Musikstudierenden arbeiten damit auf Basis ihrer berufspraktischen Erfahrungen eigene Entwicklungsaufgaben heraus, deuten diese im Hinblick auf ihre musikpädagogische Rollenentwicklung und begleiten den Prozess der Bearbeitung ihrer Entwicklungsaufgaben mittels Selbstreflexion im Rahmen der Portfolio-Arbeit.</p> Caroline Ebel Copyright (c) 2022 Caroline Ebel https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 19 27 10.11576/dimawe-5527 Mit e-Portfolios Theorie-Praxis-Bezüge herstellen https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5515 <p>Zentrales Anliegen der Lehrer*innenbildung ist es, Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis zu gestalten und bei den Studierenden nach dem Leitbild des „reflective practitioner“ eine wissenschaftlich-reflexive Haltung anzubahnen. Dieser Beitrag skizziert eine Seminareinheit, in der im Vorbereitungsseminar für ein Schulpraktikum im Fach Biologie durch einen aufgabenbasierten Ansatz <em>Theorie-Praxis-Bezüge </em>hergestellt werden. Dazu wird exemplarisch zum Thema „Umgang mit Schüler*innenvorstellungen zur Immunbiologie“ ein Aufgabensetting vorgestellt, das die Studierenden innerhalb des Seminars bearbeiten. Darüber hinaus erhalten die Studierenden für das Schulpraktikum Aufgaben und Unterstützungstools (Prompts) zum Reflektieren über Biologieunterricht. Intention der Seminaraufgaben und Prompts für das Schulpraktikum ist, dass die Studierenden grundlegendes biologiedidaktisches Theoriewissen erwerben und darüber hinaus fachspezifisches Reflektieren angeregt wird. Die Förderung dieser professionalisierungsrelevanten Kompetenzen wird gezielt mit der e-Portfolio-Methode (Open Source Software <em>Mahara</em>) verknüpft.</p> Stephanie Grünbauer Lisa Jiang Dörte Ostersehlt Copyright (c) 2022 Stephanie Grünbauer, Lisa Jiang, Dörte Ostersehlt https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 8 18 10.11576/dimawe-5515 Sport auf Papier – Professionelle Fortschritte vom Schreibtisch für die Sporthalle https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5507 <p>Das Schulfach Sport nimmt eine Sonderstellung ein, die auch in die universitäre Sportlehramtsausbildung hineinwirkt und eine bedachte wie konstruktive Begleitung von Sportlehramtspraktikant*innen erfordert. Berücksichtigt man die eigene Sportsozialisation vieler Sportstudierender und die Vielzahl kontraindizierter Fachzuschreibungen, ist eine wissenschaftliche Begleitung von Praktikumsphasen in der Professionalisierung zur Sportlehrkraft essenziell. Die Anfertigung eines praxisbegleitenden Portfolios kann in diesem Kontext vielseitige Entwicklungsfortschritte festhalten und sichtbar machen. Der vorliegende Beitrag stellt die Evaluation eines praktikumsbegleitenden Portfolios mit den Bestandteilen ausführlicher Unterrichtsentwurf, Reflexion der eigenen Entwicklung sowie literaturbasierte Auseinandersetzung aus Studierendenperspektive und nach Abschluss des Praktikums dar. Der ausführliche Unterrichtsentwurf und somit die Aufgabenstellungen mit dem deutlichsten Bezug zum Sportunterricht und zum Referendariat werden von den Studierenden vergleichsweise am sinn- und wertvollsten für ihre Weiterentwicklung angesehen. Die beiden anderen Aufgabenstellungen werden vergleichsweise schwächer bewertet und teilen das Charakteristikum einer zugrundeliegenden, fundierten Einarbeitung in theoretische bzw. empirische Hintergründe, inklusive eines Abgleichs praktischer Erfahrungen. Gefragt nach eigenen Ideen für eine Formulierung von Portfolioaufgaben wird deutlich, dass ein Wunsch nach mehr Raum für die Darstellung praktischer Erfahrungen und weniger Literaturarbeit besteht. Die Ergebnisse liefern Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts, um die Studierenden besser und nachvollziehbarer in ihrer Professionalisierung zu unterstützen.</p> Katharina Pöppel Copyright (c) 2022 Katharina Pöppel https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 85 102 10.11576/dimawe-5507 Qualitätsentwicklung von und durch Portfolioarbeit https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5487 <p>Portfolio und Portfolioarbeit sind seit der Jahrtausendwende viel gebrauchte Schlagworte im Bildungssektor. Sie gelten auch in der Lehrer*innenbildung national und international als Innovation. Aktuell werden Portfoliokonzepte auch vor dem Hintergrund ministerialer Vorgaben in die Lehrer*innenbildung implementiert – dies, obwohl die Forschungslage zur Arbeit mit Portfolios nach wie vor wenig belastbar ist. Wer sich aktuell oder künftig professionell mit Portfolios in der Lehrer*innenbildung befasst, muss sich früher oder später mit Fragen der Qualitätssicherung bzw. -entwicklung beschäftigen. Da sich die Portfolioarbeit selbst als Ansatzpunkt der Qualitätsentwicklung von Lehr-Lern-Settings versteht, ist zu unterscheiden zwischen Qualitäten <em>von</em> Portfolioarbeit und Qualitäten <em>durch</em> Portfolioarbeit. Während mit Qualität <em>von</em> Portfolioarbeit die Frage der konzeptadäquaten Umsetzung adressiert wird, geht es bei der Frage nach der Qualität <em>durch</em> Portfolioarbeit um Erforschung ihrer Potenziale. Beide Zugänge haben ein gemeinsames Grundproblem: die Frage, was denn eigentlich mit den Begriffen Portfolio und Portfolioarbeit gemeint ist. Hinter dem Portfolioansatz verbirgt sich ein besonderer Lern-, Denk- und Arbeitsstil. Je nachdem, welche Lesart des Grundkonzepts gewählt wird, wirkt sich das auf Fragen der Qualität <em>von</em> und <em>durch</em> Portfolioarbeit aus, d.h. auf Konzeptevaluationen bzw. die Erforschung von Potenzialen. Während Konzeptevaluationen vor der Aufgabe stehen, deduktiv Checklisten mit Orientierungspunkten und Indikatoren zu entwickeln, die versuchen, die gewählte Lesart von Portfolioarbeit so gut wie möglich abzubilden, ist die Wirkungsforschung aus methodischen Gründen auf Vereinheitlichungen angewiesen. Um die zutiefst partizipative Grundidee und die konzeptionell gewünschte Vielfalt des Portfolioansatzes nicht vorschnell einem methodologischen Reduktionismus zu opfern, indem erstens aus forschungsmethodischen Gründen die Standardisierung von Portfoliokonzepten betrieben wird bzw. zweitens die Forschung sich auf die in der programmatischen Literatur unterstellten Potenziale beschränkt, wird angeregt, Forschungsperspektiven zu erweitern. Entsprechend wird zusätzlich eine stärker explorative Erforschung nicht nur der unterstellten Wirkungen, sondern auch der sich zeigenden positiven Nebenwirkungen insbesondere auch mit empirisch-rekonstruktiven Methoden empfohlen. Dies könnte neben noch unerkannten Risiken auch unvermutete Potenziale der Nutzung von Portfolios ans Licht bringen. Darauf will der Beitrag hinweisen.</p> Thomas Häcker Copyright (c) 2022 Thomas Häcker https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 103 116 10.11576/dimawe-5487 Schüler*innen lernen selbstständig das Modellieren mit Exponentialfunktionen https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5474 <p>In dem Forschungsprojekt „Bielefelder Binnendifferenzierung in den MINT-Fächern“ (BiBi-MINT) am Oberstufen-Kolleg Bielefeld zur Verzahnung von Mathematikunterricht und Naturwissenschaftsunterricht mit gleichzeitiger Binnendifferenzierung sind im Anwendungskontext „Corona“ digitale gestufte Lernhilfen zur Erstellung und Prognose von Exponentialfunktionen entwickelt und evaluiert worden. Sie sind dazu geeignet, dass Schüler*innen eigenverantwortlich das Modellieren mit Exponentialfunktionen erlernen. In diesem Beitrag wird anhand der konkreten Unterrichtseinheit in das Konzept der gestuften Lernhilfen eingeführt, und es werden die Materialien zum Nacherfinden als Online-Supplements zur Verfügung gestellt. Neben der Verwendung im Schulunterricht kann dieses Unterrichtsbeispiel exemplarisch in der Lehrer*innenbildung eingesetzt werden.</p> Philipp Hamers Holger Bekel-Kastrup Svea Isabel Kleinert Darius Haunhorst Matthias Wilde Copyright (c) 2022 Philipp Hamers, Holger Bekel-Kastrup, Svea Isabel Kleinert, Darius Haunhorst, Matthias Wilde https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-06-09 2022-06-09 4 3 73 78 10.11576/dimawe-5474 Ein Video-Portfolio als summative Prüfung am Ende der Lehrpersonenausbildung https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5470 <p>Die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) überprüft die berufspraktischen Kompetenzen am Ende der Ausbildung mit einem Video-Portfolio. Hierfür reichen die Lehramtsstudierenden der Sekundarstufe I in einem Studienfach folgende Unterlagen ein: eine schriftliche Planung, ein Video der von ihnen gehaltenen Lektion sowie schriftliche Analysen von zwei selbst gewählten Sequenzen aus dem Video. Zwei Fachpersonen begutachten das Video-Portfolio unabhängig voneinander anhand eines Beurteilungsrasters. Die Studierenden erhalten nebst der Abschlussnote die ausgefüllten Beurteilungsraster als Rückmeldung. In diesem Beitrag wird das Prüfungskonzept des Video-Portfolios erläutert, und Erfahrungen werden kritisch diskutiert. Darüber hinaus werden als Online-Supplements Dokumente zur Verfügung gestellt, die die Studierenden für die Erstellung des Video-Portfolios nutzen können: Ausführungsbestimmungen, das Beurteilungsraster, eine Word-Vorlage sowie Schreibtipps.</p> David Bisang Kerstin Bäuerlein Corinne Wyss Copyright (c) 2022 David Bisang, Kerstin Bäuerlein, Corinne Wyss https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 40 48 10.11576/dimawe-5470 ePortfolioarbeit im Projekt „Level“ und „The Next Level“ aus fächerübergreifender Perspektive https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5466 <p>Die beiden Verbundprojekte „Level – Lehrerbildung vernetzt entwickeln“ und das Folgeprojekt „The Next Level“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Zuge des Bund-Länder-Programms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ bilden den Rahmen für einen fächerübergreifenden Austausch zum Lehr-Lern-Format „ePortfolio“ in der Ausbildung von Lehrkräften. Die gemeinsamen Themen sind die konkrete ePortfolioarbeit, die Reflexion und das Feedback als zentrale Elemente eines reflexiven Portfolioansatzes wie auch Formate des Assessments. Die didaktischen Kommentare aus den Fächern Bildungswissenschaft, Englischdidaktik, Mathematikdidaktik und Didaktik des Sachunterrichts geben Einblicke in die konkrete ePortfolioarbeit in den jeweiligen Lehrveranstaltungen der Fächer und zeigen die Gemeinsamkeiten wie auch unterschiedliche Ausdifferenzierungen.</p> Melinda Aldemir Hannah Spuhler Miriam Hansen Christine Junghans Diemut Kucharz Julia Mendzheritskaya Lukas Schulze-Vorberg Britta Viebrock Rose Vogel Copyright (c) 2022 Melinda Aldemir, Hannah Spuhler, Miriam Hansen, Christine Junghans, Diemut Kucharz, Julia Mendzheritskaya, Lukas Schulze-Vorberg, Britta Viebrock, Rose Vogel https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-09-29 2022-09-29 4 3 60 84 10.11576/dimawe-5466 Mit Experimenten zu Wasserläufer & Co Kohärenz erleben https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5425 <p>Dieser Beitrag stellt das Konzept einer universitären Lehrveranstaltung vor, die durch Herstellung curricularer Kohärenz auf mehreren Ebenen das Ziel verfolgt, angehende Sachunterrichtslehrpersonen für die Gestaltung eines vielperspektivischen Sachunterrichts im Bereich Naturwissenschaften und Technik zu professionalisieren. Anhand der Kontexte „Teich“ und „Mensch und Leistungsfähigkeit“ spüren die Studierenden dem Lebensweltbezug des Sachunterrichts nach und erfahren interdisziplinäre Verflechtungen der Naturwissenschaften und Technik. Durch die eigenständige Planung, Durchführung und Auswertung sachunterrichtlich relevanter Experimente können sie sich zudem naturwissenschaftliches und technisches Fachwissen zu diesen Kontexten erarbeiten sowie ihr fachdidaktisches Wissen und ihre experimentelle Kompetenz erweitern. Die Ergebnisse der <em>Mixed-Methods</em>-Begleitforschung im <em>Pre-Post</em>-Design (<em>N</em>&nbsp;=&nbsp;168) verweisen auf eine hohe Passung zwischen den Bedarfen der Studierenden und dem Kursangebot. 100 Prozent der Teilnehmer*innen empfehlen den Kurs weiter. Als Gründe dafür werden u.a. die Kohärenz von Kursinhalten und beruflichen Anforderungen sowie positive Veränderungen des Professionswissens und motivationaler Orientierungen genannt. Darüber hinaus wird angegeben, dass die Lehrveranstaltung das Verständnis von der Interdisziplinarität der Naturwissenschaften und Technik fördert. Das hohe situationale Interesse an den Kursinhalten lässt vermuten, dass Erlebtes bzw. Gelerntes auch in die Berufspraxis transferiert wird. Der Beitrag regt dazu an, bereits in der Konzeption universitärer Lerngelegenheiten – hier im Kontext der Lehrpersonenbildung für das Fach Sachunterricht – Kohärenz mitzudenken, da die empirischen Befunde nahelegen, dass diese positiv von den Studierenden wahrgenommen wird.</p> Melanie Beudels Yannick Schilling Angelika Preisfeld Copyright (c) 2022 Melanie Beudels, Yannick Schilling, Angelika Preisfeld https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-05-20 2022-05-20 4 3 30 72 10.11576/dimawe-5425 Wie hoch ist die Salztoleranz unterschiedlicher Getreidesorten? https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5273 <p>Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Experimentieren im Naturwissenschaftsunterricht stark eingeschränkt. Die Heterogenität der Schüler*innen im Hinblick auf ihre experimentellen Fähigkeiten könnte sich im Kontext des Distanzunterrichts zudem verstärkt haben. Um das Experimentieren im Naturwissenschaftsunterricht auch im Distanzunterricht zu ermöglichen, wurde eine Unterrichtseinheit im Themenbereich Ökologische Nische und Keimung in ein Online-Format umgestaltet. Um gleichermaßen den heterogenen experimentellen Fähigkeiten der Lernenden zu begegnen, wurden experimentierbegleitend gestufte digitale Lernhilfen entwickelt.</p> Svea Isabel Kleinert Darius Haunhorst Holger Bekel-Kastrup Philipp Hamers Matthias Wilde Copyright (c) 2022 Svea Isabell Kleinert, Darius Haunhorst, Holger Bekel-Kastrup, Philipp Hamers, Matthias Wilde https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-04-10 2022-04-10 4 3 22 29 10.11576/dimawe-5273 Emotionale und soziale Kompetenz https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5272 <p>Das vorgestellte Lehrkonzept wird im Rahmen der bildungswissenschaftlichen Vorbereitung auf das Praxissemester durchgeführt. Der Schwerpunkt des Konzeptes liegt darauf, die Relevanz der emotionalen und sozialen Kompetenz im pädagogischen Kontext zu unterstreichen und ein Bewusstsein für deren Rolle in einer Lehr-Lern-Beziehung zu schaffen. Dafür werden jeweils zu den 5 Teilkompetenzen (1) Erkennen der eigenen Emotionen, (2) Erkennen der Emotionen bei anderen, (3) Regulation eigener Emotionen, (4) emotionale Expressivität und (5) Aushalten von Emotionen thematisch ausgerichtete Kurzvorträge und praktische Übungsphasen angeboten, sodass die Studierenden den theoretischen Input praktisch erfassen und erproben können mit dem Ziel, sowohl deklaratives Wissen über emotionale Prozesse zu erwerben als auch die eigene emotionale und soziale Kompetenz zu fördern und emotionales Wissen aufzubauen. Fallbeispiele aus der Schule (Videoaufzeichnungen von unterrichtlichen Situationen oder Fallvignetten) dienen dazu, die zentrale Rolle von Emotionen in der Lehrkraft-Schüler*innen-Interaktion zu erfahren und Strategien zu entwickeln, situationsspezifisch und ggf. deeskalierend agieren zu können. Gleichzeitig wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass Lehrkräfte eine Vorbildfunktion für die Schüler*innen bezüglich der emotionalen Kompetenz und der Emotionsregulation haben und deren emotionale und soziale Kompetenzentwicklung unterstützen sollen. Um die Bedeutung von und den Umgang mit Emotionen im Schulkontext wahrzunehmen und zu reflektieren, verfassen die Studierenden während der praktischen Phase ein Lerntagebuch zu diesem Thema.</p> Rosi Ritter Copyright (c) 2022 Rosi Ritter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-03-18 2022-03-18 4 3 13 21 10.11576/dimawe-5272 Eine Entwicklung schreibt sich selber fort! https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5065 <p>Im Editorial zum dritten Jahrgang der Zeitschrift „Die Materialwerkstatt. Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht“ wird die Fortschreibung der eingeschlagenen Pfade der Strukturentwicklung der Zeitschrift beschrieben. Dabei werden der Trend zur Materialentwicklung in Form von inhaltlich bündelnden Themenheften, das phasenverbindende Moment der Materialien im Kontext einer zunehmend phasenübergreifenden Lehrer*innenbildung sowie die sich steigernde Verschränkung von Open Access, Digitalisierung und Digitalität beleuchtet. Im Anschluss an den Ausblick finden sich am Ende des Editorials auch die Abstracts zu allen Beiträgen der diesjährigen regulären Ausgabe sowie zu denen der Themenhefte des Jahrgangs.</p> Martin Heinrich Julia Schweitzer Lilian Streblow Copyright (c) 2021 Martin Heinrich, Julia Schweitzer, Lilian Streblow https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2021-12-28 2021-12-28 4 3 10.11576/dimawe-5065 Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/4995 <p>Ein Kennzeichen der deutschen Nordseeküste ist das Wattenmeer. Dieses Ökosystem wird vor allem aufgrund seiner zahlreichen zoologischen, botanischen sowie geologischen Besonderheiten und der damit einhergehenden Relevanz nicht nur seit den Achtzigerjahren in Deutschland im Rahmen von drei Nationalparks geschützt, sondern wurde im Jahr 2009 darüber hinaus von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Trotz der internationalen Bedeutung dieses Lebensraums liegen wenige unterrichtspraktische Materialien für eine Thematisierung im schulischen Kontext vor. Dieser Beitrag bietet die Möglichkeit einer ausführlichen Erarbeitung des Wattenmeers im Schulunterricht der höheren Jahrgänge der Sekundarstufe I. Dabei können ausgewählte Inhalte des Themengebiets mit Hilfe einer Stationsarbeit in den Unterricht transferiert werden. So wird unter anderem auf die globale Relevanz des Wattenmeers, den Wattboden, charakteristische Tier- und Pflanzenarten, die Salzwiese als Lebensraum sowie die verschiedenartigen Gefährdungen des Ökosystems fokussiert. Einige der vorgestellten Materialien können in Abhängigkeit von den vorhandenen Möglichkeiten der Lehrenden optional mit originalen Objekten (z.B. Präparaten von Strandkrabben oder Muschelschalen) oder mit leicht umsetzbaren Experimenten unterstützt werden. Im Allgemeinen werden mit den verschiedenen Modifizierungen der Arbeitsblätter durchgängig zahlreiche Differenzierungsmöglichkeiten gegeben.</p> Till Schmäing Norbert Grotjohann Copyright (c) 2022 Till Schmäing, Norbert Grotjohann https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 2022-02-16 2022-02-16 4 3 1 12 10.11576/dimawe-4995