Die Materialwerkstatt. Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht. https://www.dimawe.de/index.php/dimawe <p>Die Zeitschrift "Die Materialwerkstatt" ist ein Ort für den interdisziplinären und phasenübergreifenden Austausch von und über Materialien für Hochschullehre in der Lehrer*innenbildung, die Fortbildung von Lehrpersonen und den Schulunterricht.</p> de-DE julia.schweitzer@uni-bielefeld.de (Julia Schweitzer) ojs.ub@uni-bielefeld.de (OJS-Team der Universitätsbibliothek) Wed, 16 Feb 2022 00:00:00 +0000 OJS 3.3.0.13 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Humboldt versus Hightech?! https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/6086 <p>Dieser Beitrag stellt das Lehrkonzept einer universitären Übungseinheit für angehende Grundschullehrpersonen im sachunterrichtlichen Bezugsfach Biologie vor. Dabei wird das übergeordnete Ziel verfolgt, den Studierenden Bestimmungskompetenzen und Artenkenntnis zu vermitteln. Sie gelten als wichtige Faktoren, um Interesse am Schutz der Umwelt und der Biodiversität zu entwickeln. Die Übungsinhalte werden durch Alexander von Humboldts südamerikanische Forschungsreise kontextualisiert. Es wurde ein Screencast produziert, der die Studierenden motivieren soll, sich mit den fachwissenschaftlichen Lerninhalten auseinanderzusetzen. In der Bestimmungsübung zu Laub- und Nadelbäumen kommen ausschließlich Bestimmungsapps mit automatischer bzw. manueller Bestimmungsmethode zum Einsatz. Um die Kursteilnehmer*innen ebenfalls im Umgang mit dichotomen Bestimmungshilfen zu schulen, wird auf einen digitalen, dichotomen Bestimmungsschlüssel zurückgegriffen. Die Ergebnisse der begleitenden qualitativen sowie quantitativen Querschnittsstudie (<em>N</em>=46) weisen auf hohe Zustimmungsraten bezüglich der getroffenen Kontextualisierung sowie der ausschließlichen Verwendung von digitalen Bestimmungshilfen hin. Als Gründe dafür werden produkteigenschafts- und wirksamkeitsbezogene Aspekte genannt. Knapp 75 Prozent der Befragten halten den Einsatz von Bestimmungsapps im Studium für sinnvoll. Darüber hinaus geben die Studierenden nach der Übungseinheit an, Bestimmungsapps in ihrem eigenen Unterricht einsetzen zu wollen. Der Beitrag gibt Anregungen dazu, wie das Lernen <em>mit</em> und <em>über</em> digitale(n) Medien, hier insbesondere in Form von Bestimmungsapps und Screencasts, im Lehramtstudium gelingen kann und welche Hürden es dabei zu bewältigen gibt.</p> Sven Hanses, Debora Westerholt, Angelika Preisfeld, Miriam Kuckuck, Melanie Beudels Copyright (c) 2022 Sven Hanses, Debora Westerholt, Angelika Preisfeld, Miriam Kuckuck, Melanie Beudels https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/6086 Fri, 16 Dec 2022 00:00:00 +0000 „Die deutsche Schule – ein mobbendes System“ https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5963 <p>In diesem Essay zu meiner Sicht auf Schule werden die persönlichen Geschichten von Lehramtsstudierenden, die in diesem Themenheft veröffentlicht werden, eingeordnet in das System, in dem sie sich zugetragen haben. Meine Hauptthese ist, dass es sich nicht nur um persönliches Fehlverhalten handelt, sondern dass das System Schule derartige Szenen in den Klassenzimmern ermöglicht oder sogar provoziert.</p> Wolfgang Vogelsaenger Copyright (c) 2022 Wolfgang Vogelsaenger https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5963 Sun, 06 Nov 2022 00:00:00 +0000 Anerkennung und Missachtung in der Schule – zur Biographiearbeit von Lehramtsstudierenden https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5945 <p>Im Zentrum des Themenheftes stehen biografische Geschichten aus der Schulzeit von Lehramtsstudierenden der Georg-August-Universität Göttingen zum Thema gelungene oder misslungene Beziehungssituationen, die im Rahmen von Seminaren von Wolfgang Vogelsaenger für Lehramtsstudierende entstanden sind. Die Seminarkonzeption sowie die von Annedore Prengel entwickelte Form der Biografiearbeit – die Ich-Geschichten – führen in dieses Themenheft ein. Es folgen weitere Aufsätze, die verschiedene Möglichkeiten der thematischen Verknüpfung dieser spezifischen Form der Biografiearbeit aufzeigen sollen. Die Geschichten selbst und die im Zusammenhang mit diesen entstandenen Aufsätze können auf unterschiedlichste Weise in der Lehrer*innenaus- und -weiterbildung eingesetzt werden.</p> Wolfgang Vogelsaenger Copyright (c) 2022 Wolfgang Vogelsaenger https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5945 Sun, 06 Nov 2022 00:00:00 +0000 Ein Lehretandem für das Praxissemester https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5885 <p>Ausgangspunkt des vorliegenden Beitrags bilden die Fragmentierung des studentischen Wissens und die Schwierigkeit, das Wissen in praktischen Situationen anzuwenden. Eine Möglichkeit, mit diesen Herausforderungen der Professionalisierung in der universitären Lehrer*innenbildung umzugehen, liegt in der Entwicklung von Lehretandems zwischen Fachdidaktik und Bildungswissenschaften, in denen Lerngelegenheiten zur Vernetzung und Anwendung des Wissens geschaffen werden. Im vorliegenden Beitrag werden die Überlegungen, theoretischen Grundlagen und didaktischen Entscheidungen von Dozentinnen aus der Musikdidaktik und den Bildungswissenschaften präsentiert, die ein solches Lehretandem für die Vorbereitung des Praxissemesters im Lehramtsstudium geplant und erprobt haben.</p> Judith Schellenbach-Zell, Daniela Neuhaus Copyright (c) 2022 Judith Schellenbach-Zell, Daniela Neuhaus https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5885 Mon, 28 Nov 2022 00:00:00 +0000 Fachliche Reflexionen im Geschichtsstudium durch Portfolioarbeit fördern? https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5870 <p>Der Beitrag stellt theoretische Grundlagen und die Konzeption des Portfolios für Geschichtsstudierende an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Praxissemester vor. Ein Schwerpunkt der Portfolioarbeit liegt bei fachspezifischen Reflexionen, bei denen die Studierenden gezielt geschichtsdidaktisches Handeln in und vor der Praxis reflektieren sollen. Dies kann zum Beispiel die konkrete Umsetzung fachdidaktischer Grundprinzipien wie Multiperspektivität oder Problemorientierung im Geschichtsunterricht betreffen, ebenso jedoch Fragen der Diagnostik, z.B. bezogen auf fachspezifische Kompetenzen, und nicht zuletzt auch Fragen, welche die eigene Rolle als Geschichtslehrkraft betreffen (etwa: „Wie vermittle ich meinen Schüler*innen den Konstruktcharakter von Geschichte?“). Es geht also um die Anwendung der geschichtsdidaktischen Kenntnisse in Hinblick auf konkrete, subjektiv bedeutsame Leitfragen der Studierenden, die sich in Bezug auf das Praxissemester ergeben, und somit auch um den fachdidaktischen Professionalisierungsprozess der Studierenden als Lehrkräfte, der durch Portfolioarbeit unterstützt werden soll.</p> Sebastian Barsch, Anna Lienau Copyright (c) 2022 Sebastian Barsch, Anna Lienau https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5870 Thu, 29 Sep 2022 00:00:00 +0000 Kunst- und Musikunterricht im digitalen Wandel https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5849 <p>Das Editorial führt in das Themenheft „Kunst- und Musikunterricht im digitalen Wandel – Konzepte und Materialien für die Lehrer*innenaus- und -weiterbildung“ ein. Zunächst werden aktuelle bildungspolitische Maßnahmen im Zuge der Digitalisierung skizziert. Dazu zählt auch das Verbundprojekt <em>Communities of Practice NRW – für eine Innovative Lehrerbildung</em> (COM<sup>e</sup>IN), in dessen Rahmen das vorliegende Themenheft entstanden ist. Das Editorial schließt mit einem Überblick über die insgesamt acht in diesem Themenheft versammelten Beiträge.</p> Andreas Heye, Johannes Voit Copyright (c) 2022 Andreas Heye, Johannes Voit https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5849 Thu, 06 Oct 2022 00:00:00 +0000 Fachdidaktische Impulse für die Portfolioarbeit in der universitären Lehrer*innenbildung https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5848 <p>In diesem Editorial zum Themenheft „Portfolioarbeit <em>out of the box</em> – Einblicke in fachdidaktische Lehrkonzepte und hochschuldidaktische Materialien“ wird zunächst der Entstehungshintergrund des Heftes erläutert. So wurden im kollegialen Austausch einer Bielefelder Arbeitsgruppe die unterschiedlichsten Zugänge zu Portfolioarbeit in der universitären Lehrer*innenbildung deutlich. Das Themenheft soll daran anknüpfend verschiedene fachdidaktische (und erziehungswissenschaftliche) Perspektiven zusammenführen und stellt konkrete Lehrmaterialien zur Nachnutzung zur Verfügung. Das Editorial bietet schließlich einen Überblick über die acht Beiträge des Heftes.</p> Andreas Heye, Lukas Janczik, Julia Schweitzer Copyright (c) 2022 Andreas Heye, Lukas Janczik, Julia Schweitzer https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5848 Thu, 29 Sep 2022 00:00:00 +0000 Auf Bärenjagd – intermedial https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5842 <p>Das hier vorgestellte Material gibt Einblicke in das fächerverbindende Projekt (Kunst, Musik, Englisch) „Auf Bärenjagd“ mit einer fünften Gymnasialklasse und Lehramtsstudierenden des Faches Musik. Das Projekt zielte darauf ab, das Erzählgedicht „Weʼre going on a bear hunt“ (Rosen, 1989) für Schüler*innen ästhetisch erfahrbar zu machen (sprachlich, performativ, künstlerisch und musikalisch). Einige der inszenierten Erfahrungsprozesse waren darüber hinaus intermedial angelegt, sodass ästhetische Wahrnehmungen dokumentiert, Transformationsschritte reflektiert und ästhetische Entscheidungen rekonstruiert werden konnten. Auf diese Weise entstanden im Kunstunterricht Storyboards zur Visualisierung der Handlungsschritte des Gedichts sowie Druckgrafiken, die später im musikpädagogischen Seminar als Vorlage von Videoanimationen dienten. Parallel zum Kunstunterricht wurden im Musikunterricht die akustischen Dimensionen einer Verklanglichung des Gedichts erarbeitet mit ihren Ebenen Dialog (englische Sprache mit onomatopoetischen Anteilen und musikalischem Ausdruck), Sound (musikalisierte Sprachgeräusche, Vokalklänge ohne semantischen Gehalt) und Klang (analog instrumental, analog Bodypercussion). Im Seminar erprobten Studierende auch den Umgang mit Digitalloops zur Verklanglichung. Die intermediale Arbeitsweise des Projekts, durch stetige Wechsel von performativen, sprachlichen, künstlerischen und musikalischen Dimensionen und Digitalisierungsprozessen immer wieder Rückkopplungen zum Bildausdruck oder den Ebenen akustischer Gestaltung zu generieren, hat sich als sehr förderlich für die mehrdimensionale Erschließung des Gedichts dargestellt. Dramaturgische Handlungsschritte sowie Introspektionen in die handelnden Figuren konnten dadurch intensiviert erfahren und vielschichtiger gestaltet werden. Für die Schüler*innen eröffneten Digitalisierungsprozesse als Übergänge „analog–digital“ neue Perspektiven in Bezug auf ihre musikalisch-künstlerischen Entscheidungen und regten die Wahrnehmungen und Reflexionen der Lernprozesse an. Die so entstandene Relevanz für die Kinder fand unmittelbaren ästhetischen Ausdruck in ihrem performativen, künstlerischen und musikalischen Arbeiten.</p> Ute Büring, Markus Büring Copyright (c) 2022 Ute Büring, Markus Büring https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5842 Thu, 06 Oct 2022 00:00:00 +0000 Augmented Reality im Musikunterricht https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5840 <p>Während der primäre Einsatzbereich von Augmented-Reality-Anwendungen (AR) nach wie vor im Bereich Computer- und Videospiele liegt, wird diese Technologie nur in verhältnismäßig geringem Maße in Bildungskontexten eingesetzt. Gleichwohl handelt es sich bei Virtual-Reality-Anwendungen (VR) um eine mutmaßlich positiv besetzte Technologie, die Kindern und Jugendlichen vor allem aus dem Freizeitbereich bekannt ist und deren Integration in den Musikunterricht sowohl Lebensweltorientierung mit Blick auf das Mediennutzungsverhalten junger Menschen als auch neue Möglichkeiten für musikbezogenes Lehren und Lernen verspricht. In diesem Beitrag werden Materialien aus einem Workshopkonzept zum Thema Hören präsentiert, die angehenden Lehrkräften Anregungen bieten sollen, das Potenzial von AR-Musik-Apps im Musikunterricht kritisch zu reflektieren und zu diskutieren. Erfahrungen aus dem exemplarischen Einsatz der AR-Musik-Apps <em>WalkThruMusic</em>,<em> Konzerthaus Plus </em>und<em> Beethooven: Fol</em><em>­ge der Musik </em>werden illustriert.</p> Johannes Voit, Andreas Heye Copyright (c) 2022 Johannes Voit, Andreas Heye https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5840 Thu, 06 Oct 2022 00:00:00 +0000 „Man lernt Emma in ‚drei Minuten lesen‘ kennen“ https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5810 <p>Die Entwicklung von Online-Lehrmaterialien erfährt auch in der Diskussion um die Professionalisierung angehender Lehrkräfte bezogen auf Inklusion und Digitalisierung als zentrale Querschnittsaufgaben aktuell Aufschwung. Das von der DH.NRW geförderte Projekt „inklud.nrw“ setzt sich zum Ziel, die Professionalisierungsbereiche digitalisierungsbezogener (KMK, 2016) und inklusionsorientierter Kompetenzen (LABG, 2022) in der Lehrer*innenbildung zu verknüpfen, und realisiert dies in einer fallbasierten, kohärenten, digitalen Lehr-Lernumgebung. Mit Abschluss des Projekts steht diese ab voraussichtlich Ende 2022 auf der Landesplattform ORCA den lehrer*innenbildenden Hochschulen Nordrhein-Westfalens zur Verfügung. Der Beitrag skizziert die hochschuldidaktische Konzeption unter dem Fokus von zwei grundlegenden theoretischen Prämissen der entwickelten OER-Lehr-Lernmaterialien, um darauf aufbauend Herausforderungen in der Materialentwicklung und im Materialeinsatz abzuleiten. Anhand einer kritisch-reflexiven Diskussion ausgewählter Materialien zeigt der Beitrag die zentrale Bedeutung von Reflexionsprozessen hinsichtlich der Entwicklung und des Einsatzes von OER-Materialien auf. Der Beitrag plädiert abschließend für die Notwendigkeit von Reflexivität auf Ebene der Materialbearbeitung ebenso wie auf der des Entwickler*innenteams.</p> Mona Stets, Teresa Vielstädte Copyright (c) 2022 Mona Stets, Teresa Vielstädte https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5810 Mon, 24 Oct 2022 00:00:00 +0000 Reflexiv lehren und lernen https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5800 <p>Um Portfolioarbeit über bekannte Denkpfade hinaus zu denken, bedarf es einer kritischen und experimentellen Haltung. Anknüpfend an die didaktische Konzeption des Künstlerisch-Experimentellen Prozessportfolios (KEPP) gibt dieser Beitrag Einblick in die Lehrpraxis Fachdidaktik Kunst. Ziel ist es, nachhaltige und reflexive Formen des Lehrens und Lernens in kollaborativen Aufzeichnungs- und Portfoliopraxen sichtbar zu machen.</p> Christina Inthoff Copyright (c) 2022 Christina Inthoff https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5800 Thu, 29 Sep 2022 00:00:00 +0000 Kunstdidaktik vernetzen https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5781 <p>Fortbildungen spielen eine essenzielle Rolle für die professionelle Kompetenz von Lehrkräften (Lipowsky, 2010) und beschreiben ein grundsätzliches professionelles Verständnis des Lehrberufs (Richter et al., 2018). Dies gewinnt besonders dann an Bedeutung, wenn es gilt, gesellschaftliche Veränderungen wie Digitalisierung und Inklusion in den Unterricht einzubeziehen. Die Professur Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion sieht daher ein wichtiges Aufgabenfeld darin, regelmäßig Fortbildungen für Lehrkräfte der Region anzubieten. Aktuell liegt der Schwerpunkt dabei u.a. auf der Gestaltung von Kunstunterricht in einer digital geprägten Welt. Dieser Beitrag skizziert das Fortbildungskonzept ausgehend von den zwei übergeordneten Zielen, einerseits aktuelle Forschungsergebnisse aus der Kunstpädagogik für Lehrkräfte zugänglich zu machen und mit ihrer schulpraktischen Erfahrung in Verbindung zu bringen sowie andererseits eine ausbaufähige Beziehung zwischen Hochschule und Schule im Fach Kunst zu etablieren, die auch weit über das Studium hinaus Mehrwert und Synergien hervorbringen kann. Unter Berücksichtigung des für Fortbildungen angepassten Angebots-Nutzungs-Modells (Lipowsky, 2010), das sich auch für die Kunstdidaktik anwenden lässt, werden strukturelle, inhaltliche und didaktische Merkmale beschrieben, die das Erreichen dieser Ziele unterstützen. Die Konkretisierung dieser Überlegungen erfolgt exemplarisch anhand einer durchgeführten Veranstaltung, die durch die Auseinandersetzung mit digitalen Möglichkeiten für Reflexionsprozesse im Kunstunterricht u.a. das Thema des digitalen Wandels mit aufgenommen hat. Anschließend werden anhand von Evaluationsergebnissen aus vier Jahren Gelingensbedingungen für den Aufbau eines Fortbildungsprogramms entwickelt, aus denen sich auch Schlussfolgerungen für andere Konzepte in Bezug auf die genannten Ziele ziehen lassen.</p> Rebekka Schmidt, Annika Waffner-Labonde, Jana Welzel Copyright (c) 2022 Rebekka Schmidt, Annika Waffner-Labonde, Jana Welzel https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5781 Thu, 06 Oct 2022 00:00:00 +0000 Postdigitale Medienkultur in der Hochschullehre https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5780 <p>In der Perspektive postdigitaler Kunst- und Bildungstheorie sind digitale Tools an Praktiken, soziale Räume und gesellschaftliche Strukturen geknüpft und nicht als losgelöste technische Phänomene zu verstehen. Postdigitale Medienkultur in der Hochschule bedeutet daher konsequenterweise, Digitalisierung auch im Hinblick auf soziokulturelle Verflechtungen zu adressieren. Diese Perspektive ist grundlegend für das <em>Workbook Arts Education</em> (<a href="http://myow.org/">http://myow.org/</a>), das in seiner Struktur, Funktion und Programmatik vorgestellt wird. An einem Beispiel zur künstlerischen Arbeit mit <em>GoogleStreetView</em> wird verdeutlicht, wie hybride kunst- und mediendidaktische Ansätze ein vielschichtiges Verständnis von Digitalität befördern können.</p> Kristin Klein Copyright (c) 2022 Kristin Klein https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5780 Thu, 06 Oct 2022 00:00:00 +0000 Digitales Management im Kunstunterricht der Grundschule https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5779 <p>Anhand einer Unterrichtseinheit im zweiten Schuljahr wird exemplarisch dargestellt, wie digitales Klassenmanagement grundschulspezifischen Leitgedanken des Kunstunterrichts zuarbeitet, sie unterläuft oder inhaltlich modelliert. Neben der didaktischen Passung im Präsenz-, Wechsel- oder Hybridunterricht interessiert zugleich, wie der zeit- und ressourcensparende Einsatz digitaler Tools in der kunstpädagogischen Praxis vor Ort mit Inhalten und Kompetenzanforderungen fachdidaktischer Hochschullehre synchronisierbar ist. Die von einer Grundschullehrerin geschilderten Vorgehensweisen in Phasen der Unterrichtsplanung, -durchführung und -reflexion werden daher kommentierend mit der Frage verknüpft, welche digitalen Strategien Studierende für ein von kunstdidaktischen Entscheidungsparametern und fachtheoretischen Argumentationen geleitetes Klassenmanagement kennen und erproben sollten.</p> Petra Kathke, Sina Schwarma Copyright (c) 2022 Petra Kathke, Sina Schwarma https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5779 Thu, 06 Oct 2022 00:00:00 +0000 Digitale Musiziermedien für den inklusiven Musikunterricht? https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5778 <p>Der Beitrag analysiert das Spannungsfeld zwischen den Potenzialen, die digitale Musiziermedien insbesondere für den inklusiven Musikunterricht bieten können, und den diesbezüglich eher zurückhaltenden Beliefs von Musikpädagog*innen. Grundlage sind empirische Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt be_smart (BMBF-Förderrichtlinie „Digitalisierung in der Kulturellen Bildung“; FKZ: 01JKD1710/A). Daran anschließend werden Überlegungen angestellt, wie dieses Spannungsfeld hochschuldidaktisch zu bearbeiten ist. Ausgangspunkt dafür ist ein hochschuldidaktisches Konzept aus dem kindheits- und sozialpädagogischen Bereich, das auf Übertragbarkeit für die Lehrer*innenbildung untersucht wird.</p> Juliane Gerland, Imke Niediek Copyright (c) 2022 Juliane Gerland, Imke Niediek https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.dimawe.de/index.php/dimawe/article/view/5778 Thu, 06 Oct 2022 00:00:00 +0000