Bd. 8 Nr. 2 (2026): Learning to See – International Perspectives in and for Teacher Education

Die Internationalisierung von Universitäten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem zentralen Charakteristikum der tertiären Bildungsinstitutionen herausgebildet. Dabei beinhaltet Internationalisierung nicht mehr nur internationale Forschungskooperationen, sondern durchdringt beinahe alle Teilbereiche, Strukturen und Prozesse von Universitäten. Das vorliegende Themenheft fokussiert auf die Internationalisierung (in) der Lehrer*innenbildung. Damit adressiert das Themenheft ein Desiderat, da die Lehrer*innenbildung – vermutlich aufgrund ihrer starken Rückkopplung an nationale Strukturen, Institutionen und Ziele – das Thema "Internationalisierung" bislang noch nicht vollumfänglich bearbeitet, für sich adaptiert und/oder reflektiert zu haben scheint. Um Internationalisierung und Lehrer*innenbildung zusammenzudenken, versammelt dieses Themenheft sieben Beiträge unterschiedlicher Ausrichtung, wobei grundsätzlich zwischen reflexiven Formaten (s. "Zum Nachdenken") und applikationsorientierten Ansätzen (s. "Zum Nacherfinden") unterschieden werden kann. Gerahmt bzw. zusammengeführt werden die Beiträge dieses Themenheftes unter dem metaphorischen Dach des "Learning to See". Das Heft ruht dabei auf der Prämisse auf, dass der internationale Vergleich bzw. eine internationale Ausrichtung sich dafür anbieten können, um erneut "sehen zu lernen" bzw. die Welt mit anderen Augen zu betrachten – kurzum: learning to see. Die übergeordnete Idee der einzelnen Vorhaben sowie dieses Heftes besteht darin, durch expansivere Internationalisierungsbemühungen fossilierte Prozesse und Ideen neu zu denken. Wir wünschen viel Freude an und Inspiration durch die Lektüre.

Herausgegeben von Michaela Vogt, Marlene Weymann und Till Neuhaus.

Veröffentlicht: 2026-05-02

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