Close and Wide Reading literarischer Texte als induktive Arbeit an pädagogischen Theorien – ein Lehrprojekt der Lehrer*innenbildung
DOI:
https://doi.org/10.11576/dimawe-8929Schlagworte:
interdisziplinäre Lehrkräftebildung, Inklusion und Diversität, Literaturanalyse, doppelte Professionalisierung, ReflexivitätAbstract
Die Lehrkräftebildung ist durch ihre disziplinäre Struktur aus meist zwei Unterrichtsfächern und bildungswissenschaftlichen Anteilen geprägt, wobei diese oft getrennt bleiben. Der Artikel präsentiert das Lehrprojekt Differenzwerkstatt an der Leibniz Universität Hannover. Es nutzt interdisziplinäre Ansätze zur Förderung eines „doppelten Habitus“, der praktisches Können und Reflexivität verbindet. Hierbei wird die Methodik des Close and Wide Reading aus den Kulturwissenschaften angewendet, um angehende Lehrkräfte dazu zu befähigen, literarische Texte als Quellen impliziter Wissensbestände zu nutzen. Diese Methode ermöglicht es, die Reflexionsfähigkeit der Studierenden zu stärken und kulturelle sowie gesellschaftliche Strukturen innerhalb des Schulkontexts kritisch zu hinterfragen. Die Differenzwerkstatt bietet somit einen innovativen Ansatz zur Förderung von Inklusion, Diversität und Intersektionalität in der Lehrer*innenbildung.
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