Klärung des Beratungsinteresses, Forschungspragmatik und plurale Relationierung des gewählten Forschungszugangs ohne Relativierung

Empfehlungen zur Beratung von Doktorand*innen und Post-Docs in externen Forschungswerkstätten

  • Martin Heinrich
  • Lilian Streblow
  • Carolin Dempki
Schlagworte: Beratung, Doktorand*innen, Post-Docs, Graduiertenförderung, wissenschaftlicher Nachwuchs

Abstract

In den letzten Jahren finden in verschiedenen Kontexten der empirischen Bildungsforschung vermehrt externe Forschungswerkstätten für Nachwuchswissenschaflter*innen statt in denen Qualifikationsprojekte vorgestellt, reflektiert und kritisch diskutiert werden. Im Gegensatz zur Betreuung eigener Doktorand*innen oder Habilitand*innen, sind hierbei strukturell andere Beratungsmodi zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass Hochschullehrende hier vermehrt in Beratungsprozesse involviert sind, ohne professionelle Berater*innenausbildung. Ausgehend von einer umfassenderen Evaluation von Forschungswerkstätten (Online-Fragebogen, Gruppendiskussion mit teilnehmenden Nachwuchswissenschaftler*innen, Gruppeninterview mit beratenden Hochschullehrenden) werden drei grundlegende Empfehlungen für den beratenden Umgang mit den Nachwuchswissenschaftler*innen gegeben. Diese beziehen sich auf:

  • die Klärung des Beratungsinteresses und des Status der Nachwuchswissenschaflter*innen,
  • die Forschungspragmatik (Was ist realistisch zu bewältigen?) sowie
  • die plurale Relationierung des gewählten Forschungszugangs ohne Relativierung.
Veröffentlicht
2019-06-27
Rubrik
Zum Nacherfinden. Materialien für Unterricht und Lehre